Über mich
"Logistik Verstehen - Es Fing an als job und wurde zur Leidenschaft!"
Mein erster Arbeitstag
Ich weiß noch genau, wie mein erster Tag im Lager lief. Vollkommen nervös und frisch im Berufsleben bin ich zu der Firma gefahren. Nachdem ich am Haupteingang geklingelt hatte, holte mich eine nette Empfangsdame ab und brachte mich in die Lagerhalle. Den Job hatte ich frisch über eine Leiharbeitsfirma erhalten. Als junger Erwachsener war es meine erste Stelle für 11 Euro in der Stunde. Für mich war das damals viel Geld und ich habe mir selbst versprochen, ehrgeizig zu sein.
Meine erste Tätigkeit war dabei sehr überschaubar: Man drückte mir einen Handabroller in die Hand, damit ich Ware in Kartonagen verpacke und diese anschließend auf Paletten staple. Die Arbeit war nicht schwer, allerdings geistig auch keine große Herausforderung. Der Kollege, der mich damals einlernte, hatte nach meiner Erinnerung seinen letzten Tag in der Firma, weil er sich etwas Neues gesucht hatte.
Er redete nicht nur unheimlich viel, am selben Arbeitstag stellten sich mir auch noch zwei verschiedene Personen als Lagerleiter vor. Damals habe ich mir dabei nichts gedacht – heute kann ich darüber nur müde lächeln, weil es mir ganz offen zeigte, wie unorganisiert viele mittelständische Unternehmen aufgestellt sind.
Die Mitarbeiter waren allgemein sehr entspannt. Gefühlt alle zwei Stunden ging jemand zum Rauchen und fragte mich, ob ich mitkommen möchte, während ich teils noch mit dem Handabroller kämpfte und versuchte, mir nichts anmerken zu lassen. Die Arbeit war locker und als Übergangslösung, bis ich „etwas Richtiges“ machen würde, durchaus geeignet.
Ich übte den Umgang mit dem Hubwagen, wickelte Paletten und versuchte nebenbei zu entschlüsseln, welche Sprachen hier unten in der Halle eigentlich alle gesprochen wurden. Ganz großartig fand ich damals das kostenlose Wasser und den hauseigenen Kaffeeautomaten. Bis heute weiß ich nicht mehr, woher ich damals das ganze Kleingeld genommen habe, mit dem ich diesen Automaten fütterte. Inzwischen bin ich froh, wenn ich mal eine 1-Euro-Münze in meinem Geldbeutel finde, da bei mir so ziemlich alles über Kartenzahlung läuft.
Die weitere Entwicklung
Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase hatte ich den Dreh in sämtlichen Bereichen sehr schnell raus. Durch die tägliche Arbeit spürte ich, wie ich körperlich immer fitter wurde. Auch fachlich wurde ich mit EDV-Software wie SAP immer routinierter. Ich übernahm zusätzliche Aufgaben im Bereich Arbeitssicherheit, Erste Hilfe und Brandschutz. So dauerte es zwar zwei Jahre von der Leiharbeit bis zum Festvertrag, aber ich machte mich grundsätzlich ganz ordentlich. Egal ob Wareneingang, Warenausgang, Retourenbearbeitung, IT-Probleme oder Mitarbeiterfragen: Ich konnte mich Schritt für Schritt zum Experten weiterentwickeln.
Dabei war das ehrlich gesagt nie meine Intention gewesen. Die Logistik war für mich immer nur eine Art Sprungbrett, bis ich endlich etwas „Richtiges“ tun würde. Es dauerte ein paar Jahre, bis ich begriff, dass ich hier genau meine Berufung gefunden hatte. Also absolvierte ich den Logistikmeister bei der IHK. Mit dem Abschluss dieser Weiterbildung wechselte ich zu einer größeren Firma und wurde dort relativ schnell Führungskraft. Meine Vorerfahrung aus dem alten Betrieb und mein immenser Wissensdurst waren mir dabei extrem hilfreich.
Die Gegenwart
Auch jetzt bin ich gefühlt noch lange nicht am Limit. Neben meiner Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt, die ich bald bei der IHK abschließe, investiere ich jede freie Minute in mein ganz persönliches Projekt „Logistik Verstehen“. Als Motor für die Weiterentwicklung dieser Content-Plattform dienen mir vor allem KMUs – wobei ich denke, dass ich auch für größere Logistikzentren den einen oder anderen wertvollen Tipp auf Lager habe. Mein inneres Feuer und meine Leidenschaft für Lagerprozesse habe ich dabei nie verloren.
Ganz im Gegenteil: Ich fing als Quereinsteiger in der Logistik an und bilde mich heute laufend in sämtlichen Themen innerhalb der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Logistik weiter. Genau dieser hohe Praxisbezug gepaart mit meiner kreativen, kommunikativen Arbeitsweise sorgt dafür, dass ich immer in der Lage bin, lösungsorientiert zu handeln. Je mehr ich lerne, desto mehr merke ich, wie vielschichtig dieser Wirtschaftszweig ist. Und je mehr Erfolge ich erreiche, desto hungriger werde ich nach den nächsten Zielen und Aufgaben!